Letizia Battaglia


5. März 1935
in Palermo/Sizilien/Italien geboren

1935-1943
wächst in Triest auf

1951
heiratet und bekommt drei Töchter

1966
trennt sich von ihrem Mann und geht mit ihren Töchtern nach Mailand
arbeitet zunächst als Kulturkorrespondentin für die linke Tageszeitung L´Ora

lernt Franco Zecchin kennen, der sowohl ihr Arbeits- als auch Lebenspartner wird

kehrt als Chef-Photographin und Reporterin für L´Ora nach Palermo zurück

 

1974-1990
arbeitet als Photojournalistin

es ist in Palermo die Zeit der blutigsten Mafiakriege um die Vorherrschaft unter den verschiedenen Clans der Cosa Nostra

Battaglia hört den Polizeifunk ab und ist immer eine der Ersten an den Schauplätzen der Schießereien

es entstehen etwa 600.000 s/w-Photographien - sie dokumentieren die Kriege der Banden ebenso wie deren Wirkung auf die italienische Bevölkerung

unter Leoluca Orlando arbeitet sie im Stadtrat von Palermo und als Abgeordnete der Anti-Mafia-Partei La Rete

Anfang der 1990er Jahre
Battaglia arbeitet als kommunale Dezernentin für Lebensqualität in Palermo - sie ermöglicht die erste nennenswerte Kulturförderung der Stadt nach dem 2. Weltkrieg und läßt eine Promenade mit Bäumen am Meer anlegen, wo zuvor eine illegale Müllhalde lag, und Sitzbänke auf kleinen Plätzen und sie setzt sich für die Erhaltung der Altstadt Palermos ein

Battaglia gründet den kleinen Buchverlag Edizioni della Battaglia, in dem sie andere Photographen und Autoren publiziert

ist außerdem Mitbegründerin der feministischen Zeitschrift Mezzocielo

Publikationen
Letizia Battaglia. Passion, Justice, Freedom - Photographs of Sicily, Aperture Foundation, Gordonsville 1999